Essen in Gesellschaft: Hoher Grad an Lebensqualität

dginews-logo31.08.2017

Bildquelle: iStock/Zynkevych

Das gemeinsame Essen mit Familie und Freunden spielt für die Menschen heute eine sehr große Rolle hinsichtlich der Lebensqualität, ergab eine Studie, die Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz, Mitglied des DGI-Vorstandes, kürzlich bei einem zahnärztlichen Fachkongress vorstellte. Demnach werde ein Verlust dieser Fähigkeit deutlich stärker bewertet als beispielsweise eine Gangstörung. Das untermauert die große Rolle, die Zähne und Mundhöhle für die Lebensqualität der Patienten spielen. Zahnärzte und Patienten müssten dies beachten, wenn es um die Vorbeugung von Munderkrankungen gehe, aber auch, wenn allgemeinmedizinische Erkrankungen zu regelmäßiger Medikamenteneinnahme führten, insbesondere wenn diese Arzneimittel Auswirkungen auf die Kieferknochen hätten wie Medikamente der Gruppe der „Bisphosphonate“.

Es sei sinnvoll, das Zeitfenster vor Gabe dieser Arzneimittel für eine gründliche Prophylaxebehandlung des Mundraums zu nutzen, die Maßnahme wirke sehr gut und solle auch dazu dienen, mögliche Infektionen in Mundraum zu vermeiden und daher den Gesamtorganismus von weiteren „Krisenherden“ zu entlasten. Insbesondere sei die Zahnbettinfektion („Parodontitis“) ein Hauptauslöser für die Zerstörung von Kieferknochen („Kiefernekrose“) in dieser Patientengruppe. Auch Druckstellen durch Zahnersatz sollten vermieden bzw. behandelt und weiterer Belastung vorgebeugt werden. Die Maßnahmen zeigten Erfolg: Heute könnten bei diesen Patienten weit mehr eigene Zähne erhalten werden als früher.

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