Tee trinken für die Mundgesundheit

dginews-logo28.02.2017

Bildquelle: Foto: gettyimages

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Ein Extrakt aus grünem Tee scheint Entzündungen der Schleimhaut ähnlich wirksam bekämpfen zu können wie Chlorhexidin. Das zeigt eine Untersuchung iranischer Wissenschaftler. Nun berichten indische Forscher, dass eine Mundspüllösung mit grünem Tee bei Kindern die Kariesbakterien im Mund in Schach halten kann. Andere Studien zeigen, dass auch schon der Genuß von grünem Tee sich günstig auf die Mundgesundheit auswirkt: Der Tee, aufgebrüht mit 90 Grad heißem Wasser gegen Karieserreger wirksam ist.

Quelle: J Indian Soc Pedod Prev Dent. 2017 Jan-Mar;35(1):41-46. doi: 10.4103/0970-4388.199227.
Effect of green tea mouth rinse on Streptococcus mutans in plaque and saliva in children: An in vivo study.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28139481

Rauchen stört die Balance der Mundflora

dginews-logo23.02.2017

Bildquelle: Credit: Foto: i-stock © frentusha

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Rauchen schädigt nicht nur Herz und Kreislauf, Lunge und Atemwege, sondern verändert auch das Gleichgewicht zwischen den bakteriellen Bewohnern der Mundhöhle. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler bei einer Untersuchung mit mehr als 1000 erwachsenen Nichtrauchern und Rauchern herausgefunden. Bestimmte Bakterienarten, vor allem Karieserreger waren bei den Rauchern häufiger. Seltener waren hingegen Bakterien, die Schadstoffe abbauen können. Diese Veränderung der Mundflora hat nicht nur Folgen für die Mundgesundheit, sondern auch Auswirkungen auf den ganzen Körper.

Quelle: ISME J. 2016 Oct;10(10):2435-46. doi: 10.1038/ismej.2016.37. Epub 2016 Mar 25
Cigarette smoking and the oral microbiome in a large study of American adults.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Cigarette+smoking+and+the+oral+microbiome+in+a+large+study+of+American+adults

Hilfe gegen schlechten Atem

dginews-logo21.02.2017

Bildquelle: Credit: istock © Wavebreakmedia

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Mundgeruch, von Zahnärzten Halitosis genannt, kann viele verschiedene Ursachen haben. Doch im fast 90 Prozent der Fälle lassen sich diese in der Mundhöhle finden. Erkrankungen des Zahnhalteapparats, ungepflegter Zahnersatz oder lokale Infektionen können die Ursache sein. Häufig ist aber auch nur eine ungenügende Mundhygiene verantwortlich: Wenn bakterielle Mundbewohner Speiseresten abbauen, werden Schwefelverbindungen freigesetzt, die den typischen fauligen Geruch verursachen. Auch wenn die Speicheldrüsen zu wenig Speichel produzieren oder Medikamente zu Mundtrockenheit führen sowie starker Kaffee- und Nikotingenuß spielen eine Rolle.

Bei Mundgeruch finden Patienten im Team der Zahnarztpraxis kompetente Ansprechpartner, die helfen können, die Ursache zu diagnostizieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Oft genügen eine professionelle Zahnreinigung und die Anleitung zu einer konsequenten Mundhygiene, Zungenreinigung eingeschlossen, um das Problem zu lösen.
Quelle: Dental team

Nach einem Herzinfarkt auch zum Zahnarzt

dginews-logo16.02.2017

Bildquelle: Credit: iStock© BrianAJackson

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Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch sind ein wichtiger Faktor bei der Verhütung von Herz-Kreislauferkrankungen. Dies belegt inzwischen eine Fülle von Studien. Leiden Patienten an einer instabilen Angina pectoris („Brustenge“) oder haben bereits einen Herzinfarkt erlitten, empfehlen Herzspezialisten eine zahnärztliche Untersuchung der Mundgesundheit.

Eine neue Untersuchung aus Schweden belegt, dass 43 Prozent der Infarkt-Patienten eine Entzündung des Zahnbettes (Parodontitis) hatten. In der Gruppe gesunder Kontrollpersonen war hingegen nur ein Drittel betroffen. Patienten mit einer Parodontitis hatten auch ein deutlich höheres Herzinfarktrisiko.
Quelle: MMW, 2016, 12 Fortbildung

Zahnärzte können Physiotherapie verordnen

dginews-logo14.02.2017

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Hat ein gesetzlich versicherter Patient Beschwerden, Heilungs- oder Funktionsstörungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich, kann der Zahnarzt voraussichtlich ab 1. Juli 2o17 eine Physiotherapie oder eine physikalische Therapie verordnen. Auch für Sprech- oder Sprachübungen kann er ein Rezept ausstellen, die Krankenkasse übernimmt die Kosten.

Basis ist eine erste zahnärztliche Heilmittel-Richtlinie, die unlängst verabschiedet wurde. Wenn der Zahnarzt beispielsweise Bewegungs- und Funktionsstörungen oder eine Gelenkblockade im Kiefergelenk diagnostiziert, sind Physiotherapie oder eine manuelle Therapie hilfreich.

Amalgam: Für Kinder und Schwangere nur als Ausnahme

dginews-logo10.02.2017

Bildquelle: Foto: Shutterstock

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Ab Juli 2018 dürfen Kinder und Schwangere in der Europäischen Union nur noch in Ausnahmefällen Zahnfüllungen aus Amalgam erhalten. In Deutschland gibt es auf diesem Gebiet bereits Regelungen. Ein weitergehendes Verbot in der Europäischen Union gibt es vorerst nicht. Darauf haben sich das Europäische Parlament, der Europäische Rat und die Europäische Kommission Ende 2016 geeinigt.

Der Grund: Es gibt bislang keine Studien, die die Schädlichkeit von Amalgam eindeutig belegen. Auch die Weltgesundheitsorganisation verweist darauf, dass es bislang kein verlässlicheres Füllmaterial gebe. In Deutschland hatte sich die Bundeszahnärztekammer gegen ein absolutes Verbot ausgesprochen.
Quelle: ZM 1.1.2017

Was Hänschen lernt…

dginews-logo07.02.2017

Bildquelle: Gettyimages

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Wenn Kinder in einem Haushalt aufwachsen, in dem der Zahnarztbesuch zur Kontrolle von Zähnen und Zahnfleisch eine Selbstverständlichkeit ist, nehmen sie dieses Verhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Erwachsenenalter mit. Wenn Eltern den Gang zum Zahnarzt scheuen, übernehmen die Kinder oft auch dieses Verhaltensmuster.

Ob Menschen im Erwachsenenalter regelmäßig zum Zahnarzt gehen entscheidet sich also im Wesentlichen bereits im Kindesalter. Dieses Fazit ziehen Forscherteams aus einer umfangreichen Untersuchung des Gesundheitsverhaltens in 13 EU-Staaten.

Zahnimplantate: Nachsorge ist Bestandteil der Therapie

dginews-logo02.02.2017

„Um eine „Periimplantitis“ genannte Entzündung der Gewebe um ein Implantat herum zu vermeiden sind Kontrolluntersuchungen sowie eine konsequente Behandlung von Entzündungen der Mundschleimhaut wichtig, „, erklärt DGI-Präsident Professor Frank Schwarz von der Universität Düsseldorf. Darum gehöre, so der Experte, eine konsequente Nachsorge zu einer Implantatbehandlung dazu.

Aktuelle Untersuchungen belegen, dass etwa 15 Prozent der Implantatpatienten an einer moderaten bis schweren Periimplantitis erkranken, wobei verschiedene Risikofaktoren eine Rolle spielen. Wird die Entzündung nicht behandelt, droht der Verlust des Implantates.