Elektrisches Zähneputzen schon ab drei Jahren


dginews-logo428.05.2015

© istock / fotostorm

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Die Stiftung Warentest nahm unlängst elektrische Kinderzahnbürsten unter die Lupe. Diese sind an die Bedürfnisse des Nachwuchses angepasst. Die Bürstenköpfe sind kleiner und rotieren langsamer, die Borsten sind weicher und der Griff der Zahnbürste ist an die Kinderhand angepasst. Und die Technik kann Kinder zum Putzen zusätzlich motivieren. „Die Altersempfehlungen der Hersteller sind in der Regel sinnvoll“, urteilt die Stiftung. Kindergartenkinder kommen mit großen Bürstenköpfen mitunter nicht klar und empfinden intensivere Schwingungen als unangenehm. Daher seien auch Produkte für Erwachsene für jüngere Kinder meist keine Alternative, rät die Stiftung. Schulkinder hingegen könnten ruhig auch Geräte nutzen, die für Kinder ab drei Jahren empfohlen werden.

Angstpatienten: Eingriffe verschlafen

dginews-logo26.05.2015

Angstpatienten Eingriffe verschlafen

i-Stock © Lorado

Etwa zwölf Prozent der Erwachsenen leiden in Deutschland unter Zahnarzt-Angst. Da diese Patienten sich oft viele Jahre lang in keine zahnärztliche Praxis trauen, sind häufig umfangreiche Behandlungen erforderlich. In solchen Fällen empfehlen Zahnärztinnen und Zahnärzte inzwischen eine Behandlung im Dämmerschlaf oder sogar unter Vollnarkose. Beim Dämmerschlaf werden intravenös Schmerz- und Beruhigungsmittel verabreicht. Eine künstliche Beatmung ist – anders als bei einer Vollnarkose – nicht erforderlich, Patienten im Dämmerschlaf atmen selbstständig und verschlafen die Behandlung. Nach der Behandlung müssen sie jedoch von einer Begleitperson nach Hause gebracht werden, eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr ist nicht möglich.

Metalle im Mund: allergene Belastung ungesichert

dginews-logo26.03.2015

Woman with toothache

© iStock/Lammeyer

Dass allergische Störungen oft mit zahnärztlichen Materialien in Verbindung gebracht würden, höre und lese man vielfältig, sagte OA Dr. Felix Blankenstein/Charité kürzlich bei einem Fachkongress in Berlin. Allerdings mangele es an anerkannten Belegen sowohl für die allergene Wirkung der Stoffe als auch für deren Austestung. Man müsse zwischen Unverträglichkeit und Allergie unterscheiden. Bei einer Allergie sei die Beteiligung des Immunsystems ausschlaggebendes Signal. Leider biete der Markt eine unübersichtliche Vielfalt als Testungen, darunter auch zahlreiche pseudowissenschaftliche Verfahren, die falschpositive bzw. falschnegative Ergebnisse produzierten. Aus medizinischer Sicht gebe es nur eine verschwindend geringe Anzahl an nachgewiesenen allergischen Zusammenhängen. Viele erlebte oder gefühlte Missempfindungen gingen auf Unverträglichkeiten oder sogenannte „Übertragungen“ zurück: In solchen Fällen suchen Patienten für Missempfindungen eine Ursache, die nicht selten in „Metallen“ vermutet wird. Verbunden damit sei die Hoffnung, dass sich die Lebensqualität bessere, wenn „das Metall“ entfernt werde. Dabei werden, warnte Dr. Blankenstein, oft invasive Eingriffe und Verletzungen des Körpers in Kauf genommen, zudem werde bei anerkannter medizinischer Diagnostik in den wenigsten Fällen tatsächliche Besserung erreicht. Patienten mit vermuteter Metall-Allergie auch im dentalen Bereich sollten daher auch weitere mögliche Ursachen nicht von der Prüfung ausklammern.

Plaque Index kontrollieren für eine bessere Mundhygiene

dginews-logo21.05.2015

Close-up of young woman rinsing her mouth with mouthwash

© getty images

Implantat-Patienten sollten ihren Plaque Index beim Zahnarzt kontrollieren lassen oder selbst kontrollieren. Denn dieser verrät, wie gut die Mundhygiene funktioniert, indem er Zahnbeläge (Biofilm) sichtbar macht. Wie israelische Wissenschaftler unlängst in einer Fachzeitschrift berichten, konnten sie bei einer Studie mit Implantatträgern zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen Plaque Index und der Tiefe der Zahnfleischtaschen um die Implantate herum gibt. Wenn es den Patienten gelang aufgrund einer besseren Mundhygiene auch ihren Plaque Index zu verbessern, besserte sich auch der Zustand der Gewebe um das Implantat herum, die Zahntaschen wurden flacher. Verschlechterte sich der Plaque Index, maßen die Forscher bei den betroffenen Patienten auch tiefere Zahnfleischtaschen.

Professionelle Zahnreinigung schützt die Mundgesundheit

dginews-logo19.05.2015

Close-up of a person getting an oral examination

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Für Patienten mit Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) und einem hohen Kariesrisiko gehört die Professionelle Zahnreinigung (PZR) zu den wichtigen prophylaktischen Maßnahmen. Auch für Patienten mit implantatgetragenem Zahnersatz gehört eine dem individuellen Risiko angepasste regelmäßige PZR zu den wichtigsten Maßnahmen, die Mundgesundheit zu erhalten. Darum gehört die PZR nicht zu den sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), die in vielen Arztpraxen inzwischen angeboten werden. Dabei handelt es sich um diagnostische oder therapeutische Maßnahmen, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt werden. Demgegenüber ist die PZR inzwischen als medizinisch notwendige Maßnahme in der Gebührenordnung für Zahnärzte enthalten und eine steigende Zahl von gesetzlichen Krankenkassen übernehmen inzwischen die Kosten teilweise oder sogar vollständig.

Rauchen beeinträchtigt den Erfolg einer Implantattherapie

dginews-logo13.05.2015

a cigarette butt on white

© iStock / milos luzanin

Bei Rauchern liegen die Erfolgsraten einer Implantatbehandlung niedriger als bei Nichtrauchern. Dies bestätigt erneut eine aktuelle Veröffentlichung, bei der schwedische Wissenschaftler mehr als 100 klinische Studien einer erneuten Analyse unterzogen. Bei diesen Studien hatten Forscher die Behandlungsergebnisse von mehr als 19.000 Rauchern und 60.000 Nichtrauchern untersucht. Wie die Wissenschaftler in einer Fachzeitschrift berichten, betrug bei Nichtrauchern die Verlustrate 3,1 Prozent und bei Rauchern 6,3 Prozent.

Kurze Implantate auf dem Prüfstand

dginews-logo11.05.2015

Closeup of happy mature couple smiling together head to head

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Kurze Implantate machen eine Implantattherapie schonender und können in vielen Fällen größere Eingriffe zum Aufbau des Kiefers vermeiden. Waren früher Implantate länger als zehn Millimeter, sind inzwischen sechs bis zehn Millimeter üblich, es gibt auch noch kürzere Implantate zwischen vier und sechs Millimeter, die in bestimmten Regionen eingesetzt werden können. Inzwischen mehren sich die Studien, die den „Kurzen“ bescheinigen, dass sie genau so haltbar sind wie ihre langen Vorgänger – vorausgesetzt, die Indikation wurde korrekt gestellt. US-Forscher berichten jetzt in einer Fachzeitschrift, dass die „Überlebensraten“ der kurzen mit durchschnittlich 95,7 Prozent mit jenen längerer Implantate vergleichbar sind. Nur wenn Patienten rauchten, lagen die Erfolgsraten niedriger. Die kurzen Implantate tragen dazu bei, dass die Eingriffe schonender werden und aufwändige Maßnahmen zum Wiederaufbau geschrumpften Kieferknochens unterbleiben können.

Schon zwei Implantate verbessern Lebensqualität

dginews-logo06.05.2015

Schon zwei Implantate verbessern Lebensqualität

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Wenn eine herausnehmbare Prothese nicht mehr gut sitzt, kann sie bei einem zahnlosen Unterkiefer bereits durch zwei Implantate stabilisiert werden. Dies kann die mundbezogene Lebensqualität deutlich verbessern, wie eine internationale Studie bestätigt. Wissenschaftler aus mehreren Ländern haben 203 zahnlose Patientinnen und Patienten, deren Prothesen nicht mehr gut saßen, entweder mit einer implantatgetragenen oder einer konventionellen Prothese versorgt. Die Patienten wurden in acht spezialisierten Zentren in Nord- und Südamerika sowie in Europa behandelt.In allen Regionen gaben jene Patienten, die eine implantatgetragene Prothese erhalten hatten, eine bessere mundbezogene Lebensqualität an. Sie hatten weniger Probleme beim Lächeln, Essen und Kauen und fühlten sich selbstsicherer als die konventionell versorgten Patienten.

Implantologisch qualifizierte Zahnärzte setzen auf Zahnerhaltung

dginews-logo04.05.2015

Implantologisch qualifizierte Zahnärzte setzen auf Zahnerhaltung

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Zahnärztinnen und Zahnärzte, die nach dem Studium zusätzliche Fortbildungen im Bereich Implantologie durchlaufen haben oder gerade durchlaufen, entscheiden sich drei mal häufiger als Zahnärzte ohne eine solche Qualifikation schwer geschädigte Zähne zu erhalten. Das belegt eine Studie von Wissenschaftlern der Universität von Hong Kong. Die Forscher hatten insgesamt 90 Kolleginnen und Kollegen Patientenfälle vorgestellt, bei denen Backenzähne im Oberkiefer aufgrund von Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) geschädigt waren. Die Forscher verzeichneten auch deutliche Unterschiede, welche Methoden zur Zahnerhaltung Zahnärzte mit unterschiedlicher Qualifikation anwenden.