Periimplantitis: Risiken kennen

dginews-logo22.03.2018

Bildquelle: Crestock/Barsik

Auf dem 31. Kongress der DGI, der wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Implantologie, stand das Thema Periimplantitis weit oben auf der Agenda. Unter anderem definierte DGI-Präsident Prof. Dr. Frank Schwarz die Aspekte, die für Patienten besonders ausschlaggebend sind bei dem Risiko, eine Periimplantitis zu entwickeln. Bei der Infektionserkrankung entzündet sich durch bakterielle Belastung und sich entsprechend entwickelnden Immunreaktionen das Gewebe rund um das Implantat bis in den Knochen – Infektionen breiten sich im Implantatbereich schneller aus als bei einer vergleichbaren Entwicklung rund um die natürliche Zahnwurzel (Parodontitis).

Ein erhöhtes Risiko haben demnach Patienten, die unter einer unbehandelten Parodontitis leiden oder unter einer besonders schweren und chronischen Variante. Auch nicht ausreichende Mundhygiene und zu selten in Anspruch genommene Nachsorgeuntersuchungen in der Praxis erhöhen das Risiko einer Gewebeentzündung. Die Fachgesellschaft empfiehlt entsprechend regelmäßige Kontrolluntersuchungen und auch einen möglichst zeitnahen Termin in der Zahnarztpraxis, sobald sich Rötungen und Schwellungen am Zahnfleisch im Implantatbereich zeigen.