Künstliche Zahnwurzel: Infektion vermeiden

dginews-logo20.03.2018

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Nicht nur rund um die natürlichen Zahnwurzeln kann sich Gewebe durch bakterielle Reizungen und Entzündungsreaktionen auflösen – auch das Gewebe um eine künstliche Zahnwurzel, das Implantat, ist entsprechend gefährdet. Prof. Dr. Hans-Christopf Lauer von der Universität Frankfurt am Main rief kürzlich Implantat-Patienten dazu auf, große Sorgfalt auf die Hygiene des vom Implantat getragenen Zahnersatzes zu legen.

In einer Patienteninformation der Initiative proDente, einer Arbeitsgemeinschaft zahnärztlicher Organisation in Zusammenarbeit mit der Bundeszahnärztekammer, machte er deutlich, dass Bakterien aus den Belägen am Zahnersatz sozusagen am Implantat in die tieferen Gewebeschichten des Zahnbettes herunterwandern können: Eine solche Zahnbettentzündung rund um das Implantat heißt Periimplantitis und kann die Stabilität des Implantates gefährden, Implantatverlust droht. Eine Periimplantitis schreite deutlich schneller voran als eine Parodontitis rund um den natürlichen Zahn. Bereits bei ersten Anzeichen einer Rötung solle daher in der Zahnarztpraxis eine Kontrolluntersuchung stattfinden, auch wenn diese außerhalb der ohnehin vereinbarten Nachuntersuchungszeiträume läge.

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