Zahnfleischprobleme: Schwangere besonders betrachten

dginews-logo24.08.2017

Bildquelle: Bild: dreamstime

Patienten in der Zahnarztpraxis seien alle individuell zu betrachten, sagte Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger von der Universität Freiburg bei einem Kongress für das Praxisteam in Baden-Württemberg vor ein paar Wochen – jeder bringe seine eigenen gesundheitlichen und persönlichen Besonderheiten mit. Zudem solle jeder auch insofern individuell betrachtet werden, als das übliches Vorgehen zu Problemen führen könnte, wenn man ihm ungeprüft folge.

Beispielsweise könne eine „typische Schwangerschafts-Gingivitis“ auch ein Signal für eine Bluterkrankung sein – dies sei auf den ersten Blick nicht erkennbar und erfordere ein zweites, genaueres Hinsehen. Andererseits könnten sich Gewebeveränderungen zeigen wie beispielsweise ein Progenes Granulom („Schwangerschafts-Tumor“), das in der Regel keiner Behandlung bedürfe und sich nach der Schwangerschaft rückbilde. Anders als oft berichtet solle eine Behandlung, die notwendig sei, auch in der Schwangerschaft erfolgen, darunter Schmerztherapie und auch Professionelle Zahnreinigung. Lediglich im 1. und im 3. Trimenon der Schwangerschaft sollten größere Eingriffe, die nicht zwingend seien, verschoben werden. Ein gesunder Mundraum sei auch mit Blick auf die Allgemeingesundheit der jungen Mutter förderlich.

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