Sofortimplantation – wann ist sie sinnvoll

dginews-logo3030.06.2016

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„Eine Sofortimplantation unmittelbar nach der Zahnextraktion oder eine verzögerte Sofortimplantation binnen sechs Wochen bergen ein geringfügig höheres Komplikationsrisiko als eine Spätimplantation. Dafür ist die Wahrscheinlichkeit eines guten ästhetischen Ergebnisses deutlich höher.“ Zu diesem Fazit kam die Cochrane-Organisation bereits 2010. Inzwischen gibt es mehr als 3000 Veröffentlichungen zu diesem Thema. „Die Sofortimplantation behindert nicht die Regeneration des Zahnfaches, die knöchernen Strukturen und das Weichgewebe bleiben erhalten“, betonten Experten bei einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Implantologie in Münster.

Allerdings gebe es auch Risiken, die man beachten müsse. Dazu gehört etwa dünnes Zahnfleisch. Auch die anatomische Struktur des Zahnfachs kann die optimale Positionierung des Implantats erschweren und dessen Primärstabilität einschränken. Doch auch die Vorteile seien eindeutig, wie die Spezialisten betonen: „Kein zweiter Eingriff, ein minimal invasives Verfahren, der sofortige Lückenschluss, die Stützung der Weichgewebe und vor allem der Erhalt von Kontur und Struktur.“ Das Fazit: Notwendig ist in jedem Fall die Risikoanalyse, ob eine Sofortimplantation möglich ist, sowie die Vorbehandlung von Zahnbettentzündungen. Wenn die Indikation korrekt gestellt wird, gebe es, so die Experten, keine erhöhte Verlustquote aber eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit der Patienten.

Hilfe gegen Geschmacklosigkeit

dginews-logo28.06.2016

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Ältere Menschen leiden häufig unter einer Beeinträchtigung ihres Geschmacksempfindens. Verursacht wird dies nicht unbedingt durch den Verlust jener „Geschmacksknospen“ genannten zwiebelförmigen Strukturen in der Mundschleimhaut, welche die Sinneszellen des Geschmackssinnes tragen. Häufiger geht der Verlust des Schmeckens mit einer Beeinträchtigung des Geruchssinnes einher. Während die Wahrnehmung von süß und sauer oft nur gering beeinträchtigt ist, schwindet oft die Wahrnehmung von bitter und salzig. Ausgelöst werden können Geschmacksveränderungen durch Veränderungen und Erkrankungen in der Mundhöhle wie Karies oder Parodontitis. Aber auch Mundtrockenheit, bestimmte Medikamente und Infektionen spielen eine Rolle.

Die Behandlung von Erkrankungen in der Mundhöhle und eine konsequente Mundhygiene kann die Beschwerden lindern. Ebenso kann es sinnvoll sein, mit dem Hausarzt zu klären, ob eine medikamentöse Therapie, die das Schmecken beeinträchtigt, umgestellt werden kann. Der Einsatz von Kräutern und Gewürzen beim Kochen wirkt ebenfalls als Geschmacksverstärker.

Zähneputzen üben

dginews-logo21.06.2016

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Nichts geht über gute Vorbilder. Kinder sollten zwar möglichst früh ihre Zähne selbst putzen, doch bis zum Ende der Grundschulzeit müssen die Eltern das Ergebnis kontrollieren und im Zweifel nachputzen. Erst dann sitzt das Gelernte. Und am besten ist es, wenn Eltern und Kinder gemeinsam die Mundhygiene betreiben.

Mundhygiene in der Schwangerschaft

dginews-logo21.06.2016

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Hebammen sind wichtige Ratgeber für werdende und junge Mütter. Sie können auch dazu beitragen, dass Schwangere auf ihre Mundgesundheit und jene des Nachwuchses achten. Das belegt eine aktuelle Umfrage von Wissenschaftlern bei deutschen Hebammen. Die meisten machen die Mütter auf die gefährlichen Folgen unbehandelter Zahnfleischentzündungen aufmerksam. Werden diese nicht behandelt, können sie in eine Zahnbettentzündung (Parodontitis) übergehen.

Dies erhöht das Risiko einer Frühgeburt in Verbindung mit geringem Geburtsgewicht des Kindes. Darum riet jede zweite Hebamme zu einem vorsorglichen Zahnarztbesuch in der Schwangerschaft und mehr als 60 Prozent informierten darüber, dass schon der erste Zahn nach seinem Durchbruch geputzt werden muss. Die Wissenschaftler von der Universität Jena, die die Umfrage gestartet hatten, empfehlen das Wissen der Hebammen zum Thema Mundgesundheit auszubauen und stärker zu nutzen.

Zahnimplantate: Alter ist keine Kontraindikation

dginews-logo16.06.2016

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Auch Senioren im sehr fortgeschrittenen Alter profitieren noch von einer Versorgung mit Zahnimplantaten. Das belegt eine Untersuchung von Zahnmedizinern an der Universität in Genf.

Sie behandelten insgesamt 19 Patientinnen und Patienten zwischen 80 und 90 Jahren mit jeweils zwei Implantaten und untersuchten die Patienten im Verlauf der nächsten fünf Jahre regelmäßig. Fazit: Nach fünf Jahren waren 94 Prozent der Implantate noch stabil im Knochen verankert.

Auch der Zustand der Gewebe um die künstlichen Zahnwurzeln herum war akzeptabel. „Weder das Alter noch eine eingeschränkte Alltagskompetenz sind Gegenanzeigen für eine Implantatversorgung“, schlussfolgern die Experten. Sie empfehlen aber eine enge zahnmedizinische Überwachung der Patienten.

Hilfe gegen den schlechten Atem

dginews-logo14.06.2016

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Die Hälfte der Bundesbürger gibt bei Umfragen an, zumindest gelegentlich unter Mundgeruch zu leiden. Ein unangenehmer Mundgeruch (Halitosis) kann verschiedene Ursachen haben. Viele Menschen geben an, dass sie morgens nach dem Aufstehen einen schlechten Atem haben.

Die Ursache ist ein geringerer Speichelfluss in der Nacht. Zähneputzen beseitigt dieses Problem. Auch bestimmte Lebensmittel – Knoblauch oder Kohl – und nicht zuletzt Rauchen und Alkohol können Mundgeruch verursachen. Auch bestimmte Medikamente, vor allem, wenn sie die Speichelproduktion beeinträchtigen, können Mundgeruch begünstigen.

In 90 Prozent der Fälle entsteht der Mundgeruch im Mund-Nasen-Rachenraum. Wenn organisches Material in der Mundhöhle von Bakterien abgebaut wird, entstehen dabei übelriechende flüchtige Schwefelverbindungen. Die ursächlichen Mikroorganismen besiedeln die Zungenoberfläche und befinden sich in Zahnbelägen. Auch eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder Zahnbettentzündung (Parodontitis) kann Mundgeruch verursachen.

Eine zahnmedizinische Behandlung der Ursachen, eine professionelle Zahnreinigung sowie eine gute Mundhygiene mit Einsatz eines Zungenschabers und geeigneten Mundspüllösungen kann das Übel in den meisten Fällen beseitigen.

Schlecht eingestellter Diabetes fördert Zahnverlus

dginews-logo09.06.2016

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Jeder zweite Zahn bei Menschen jenseits des 40. Lebensjahres geht durch Zahnbettentzündungen (Parodontitis) verloren. Ein wichtiger Risikofaktor ist die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Experten sind sich inzwischen sicher, dass ein ungenügend behandelter Diabetes mit einem vermehrten Zahnverlust verbunden ist.

Ein wichtiger Diabetes-Marker ist der sogenannte HbA1c-Wert. Er gibt Auskunft über die Blutzuckerwerte der letzten vier bis zwölf Wochen und wird daher umgangssprachlich auch als Langzeit-Blutzucker oder Blutzuckergedächtnis bezeichnet. Bei Gesunden liegt der Wert zwischen vier und sechs Prozent. Bei Werten über sechs Prozent besteht der Verdacht auf Diabetes.

Die Behandlung der Zuckerkrankheit hat das Ziel, diesen Wert unter sieben bis acht Prozent zu halten. Steigt der Wert über diese kritische Marge, hat dies Auswirkungen auf die Mundgesundheit: Bei einem HbA1c-Wert über acht Prozent sind bei bei jedem vierten Diabetiker bereits Zähne verloren gegangen. Steigt dieser Wert über zehn, verzeichnen die Forscher bereits bei einem Drittel der betroffenen Diabetiker verlorene Zähne.

Diabetes macht lange Zeit keine Beschwerden. Deshalb bleibt er oft viele Jahre unentdeckt. Darum dient die ärztliche Kontrolle des Blutzuckers etwa im Rahmen der kostenlosen Check up 35-Vorsorgeuntersuchung auch der Mundgesundheit.nden Konstruktionen jedoch meistens die kostengünstigere Lösung aber dennoch deutlich stabiler als eine herkömmliche Vollprothese

Kariesbakterien erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall

dginews-logo07.06.2016

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Es besteht eine Beziehung zwischen bakteriellen Infektionen der Mundhöhle und dem Auftreten von Schlaganfällen. Das haben Experten bei verschiedenen Untersuchungen beobachtet. Nun haben japanische Wissenschaftler bei 100 Schlaganfallpatienten die Mundflora genauer untersucht.

Resultat: Eine bestimmte genetische Variante des Karieserregers Streptococcus mutans kann das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen, der Folge einer Gehirnblutung ist. (Ein Schlaganfall kann sowohl durch eine Blutung als auch durch die Verstopfung eines Blutgefäßes verursacht werden.) Die Forscher haben auch Hinweise, die den Einfluss des Karieserregers erklären können: Gelangt das Bakterium in die Blutbahn zum Gehirn, fördert es Prozesse, die vorgeschädigte Blutgefäße zum Platzen bringen.